Dialogkalender 2026

2026 mit der Denkfabrik Schalom Aleikum

Unser Dialogkalender basiert auf dem in Deutschland und vielen anderen Regionen verwendeten gregorianischen Sonnenkalender. Die jüdischen und islamischen Kalender folgen dem Mondzyklus und entsprechen daher nicht dem gregorianischen Kalender. In beiden Traditionen beginnt ein neuer Tag mit dem Sonnenuntergang. Daher sind in einigen Fällen auch schon die Tage vor den Feiertagen farblich markiert. Der Kalender zeigt die jüdischen und islamischen Monate sowie die wichtigsten Feiertage und Trauertage.

Den Kalender können Sie als PDF herunterladen, oder Sie können gerne ein Exemplar bestellen – solange der Vorrat reicht.

Dialogkalender 2026 der Denkfabrik Schalom Aleikum
Dialogkalender 2026

Jüdische Feiertage

 
Tu Bischwat (1. Februar abends – 2. Februar)

Das Fest markiert den „Neujahrstag der Bäume“ und dient der Bestimmung des Alters von Bäumen für religiöse Vorschriften. Es wird häufig durch das Pflanzen von Bäumen und den Verzehr von Früchten des Landes Israel begangen.

Purim (2. März abends – 3. März)

Das Fest erinnert an die Rettung der Juden im Perserreich durch Königin Esther, die beim König für ihr Volk eintrat. Es wird mit dem Vorlesen der Esther-Rolle, dem Austauschen von Geschenken und festlichen Mahlzeiten begangen.

Pessach (1. April abends – 9. April)

Das siebentägige Fest erinnert an den Auszug der Israeliten aus der Sklaverei in Ägypten. Während dieser Zeit wird ungesäuertes Brot (Mazza) gegessen, um an die Eile des Aufbruchs zu erinnern.

Jom Haschoa (14. April)

Vollständig heißt er Jom Hasikaron Laschoa we La’gwura und ist der israelische Gedenktag für die Opfer der Schoa, den jüdischen Widerstand gegen den Nationalsozialismus sowie das Heldentum der jüdischen Untergrundkämpfer. Der Gedenktag fällt auf den 27. Nisan des jüdischen Kalenders.

Jom Hasikaron (21. April)

Israelischer Gedenktag, der die Veteranen und gefallenen Militärangehörigen der israelischen Armee sowie die Verteidiger des Jischuw ehrt. Der Jischuw war das jüdische Gemeinwesen im Mandatsgebiet von 1860 bis 1948. Der Gedenktag fällt auf den 4. Ijar des jüdischen Kalenders.

Jom Ha’azma’ut (22. April)

Israelischer Unabhängigkeitstag, der an die israelische Unabhängigkeitserklärung durch David Ben-Gurion erinnert. Die Unabhängigkeit wurde nach dem jüdischen Kalender am 5. Ijar 5708 erklärt – dem 14. Mai 1948 –, daher wird der Unabhängigkeitstag stets am 5. Ijar begangen.

Lag Baomer (4. Mai abends – 5. Mai)

Der Tag fällt in die Zeit zwischen Pessach und Schawuot und beendet die Trauerperiode der Omer-Zählung, einer 49-tägigen Zählung zwischen den beiden Festen. Er ist mit dem Gedenken an Rabbi Schimon bar Jochai und einem Aufstand gegen die römische Herrschaft verbunden.

Schawuot (21. Mai abends – 23. Mai)
Das Wochenfest folgt sieben Wochen nach Pessach und erinnert an die Gabe der Tora am Berg Sinai. Es ist zugleich ein Erntefest für die ersten Früchte des Landes Israel.

Schiw’a Assar Betammus (1. Juli abends – 2. Juli)

Der Fasttag erinnert an den Durchbruch der Jerusalemer Stadtmauer vor der Zerstörung des Tempels. Er leitet drei Wochen der Trauer über den Verlust des Tempels ein.

Tisch’a Beaw (22. Juli abends – 23. Juli)

An diesem Fasttag wird der Zerstörung des Ersten und Zweiten Tempels in Jerusalem gedacht. Weitere nationale Katastrophen der jüdischen Geschichte sind mit diesem Datum verbunden.

Tu Beaw (28. Juli abends – 29. Juli)

Das Fest gilt als Tag der Versöhnung und des Neubeginns nach der Zeit der Trauer um den Tempel. In biblischer Zeit war es mit Heiratsbräuchen verbunden, heute wird es vor allem als Fest der Liebe und Gemeinschaft gefeiert.

Rosch Haschana (11. September abends – 13. September)

Der jüdische Neujahrstag leitet das neue Jahr ein und eröffnet die zehntägige Bußzeit. Er wird durch das Blasen des Schofars, eines Widderhorns, hervorgehoben.

Jom Kippur (20. September abends – 21. September)

Der Versöhnungstag ist der heiligste Tag des jüdischen Jahres. Er ist durch Fasten, Gebet und Beichte geprägt und schließt die Bußtage zwischen Rosch Haschana und Jom Kippur ab.

Sukkot (25. September abends – 2. Oktober)

Das Laubhüttenfest erinnert an die Wüstenwanderung der Israeliten nach dem Auszug aus Ägypten. In dieser Zeit verbringen viele Menschen ihre Mahlzeiten oder sogar einige Nächte in den provisorischen Hütten (Sukkot).

Schmini Azeret (2. Oktober abends – 3. Oktober)

Der achte Tag nach Sukkot bildet den Abschluss des Festzyklus. Er gilt als eigenständiger Feiertag, an dem um Regen für das kommende Jahr gebetet wird.

Simchat Tora (3. Oktober – 4. Oktober)

Das Fest folgt unmittelbar auf Schmini Azeret und feiert den Abschluss und Neubeginn des jährlichen Tora-Lesungskreises. Es ist geprägt von Lesungen, Tänzen und Prozessionen mit Torarollen.

Chanukka (4. Dezember abends – 12. Dezember)

Das achttägige Lichterfest erinnert an die Wiedereinweihung des Jerusalemer Tempels nach dem Sieg der Makkabäer über die Seleukiden. Jeden Abend wird eine weitere Kerze der Chanukkia entzündet, bis alle acht brennen.

Islamische Feiertage
Lailat al-Miradsch (15.-16. Januar)

In dieser Nacht wurde der Prophet Muhammad von Mekka nach Jerusalem und weiter in den Himmel aufgestiegen. Besondere Gebete und Andachten markieren das Gedenken an dieses Ereignis.

Lailat al-Bara’a (2.–3. Februar)

Die Nacht gilt als besondere Gelegenheit zur spirituellen Reinigung. Sie wird durch Gebet und Koranlesen in Erinnerung an die Lehren des Propheten Muhammad begangen.

Ramadan (18. Februar)

Während eines Monats wird von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang gefastet, wie es der Prophet Muhammad praktizierte. Der Zeitraum ist geprägt von Gebet, Koranrezitation und weiteren religiösen Pflichten.

Lailat al-Qadr (16.–17. März)

In dieser Nacht wurde der Koran erstmals offenbart. Sie wird durch Gebet und Koranrezitation in Gedenken an die Offenbarungen, die der Prophet Muhammad empfangen hat, begangen.

Id al-Fitr (19. März abends)

Das Fest markiert das Ende des Fastenmonats, den der Prophet Muhammad beachtete. Dazu gehören gemeinsames Gebet, festliche Mahlzeiten und die Abgabe von Almosen.

Id al-Adha (26. Mai abends – 30. Mai)

Der Tag erinnert an die Bereitschaft Abrahams, seinen Sohn zu opfern, wie im Koran beschrieben. Traditionell wird ein rituelles Opfer dargebracht, begleitet von Gebeten.

1. Muharram (16. Juni abends)

Dies ist der Beginn des islamischen Neujahrs. Der Tag wird mit Gebet und in Erinnerung an das Leben des Propheten Muhammad begangen.

Aschura (25. Juni abends – 26. Juni)

Der Tag hat historische Bedeutung, darunter das Gedenken an das Martyrium von Husain, dem Enkel des Propheten Muhammad. Es werden Fasten und Gebete verrichtet.

Mawlid an-Nabi (24. August abends – 25. August)

Dies ist ein islamisches Fest zum Geburtstag des Propheten Mohammed. Es wird am 12. Tag des islamischen Monats Rabi‘ al-Awwal gefeiert.

Christliche Feiertage

Heilige Drei Könige (6. Januar)

Dieser Tag erinnert an den Besuch der Weisen, die dem neugeborenen Jesuskind Geschenke brachten. Er markiert das Ende der weihnachtlichen Festzeit.
katholisch

Rosenmontag (16. Februar)

Der Tag gehört zur Höhepunktphase des Karnevals und steht im Zusammenhang mit dem Beginn der Fastenzeit. Er ist besonders in westdeutschen Regionen fest verankert.
katholisch

Aschermittwoch (18. Februar)

Mit diesem Tag beginnt die vierzigtägige Fastenzeit vor Ostern. Beim Gottesdienst wird den Gläubigen Asche auf die Stirn gestreut oder gezeichnet, um den Beginn der Bußzeit zu kennzeichnen.
katholisch

Karfreitag (3. April)

An diesem Tag wird der Kreuzigung und des Todes Jesu Christi gedacht. Er ist einer der höchsten Feiertage im christlichen Jahreslauf.

Ostern (5. April)

Das Fest feiert die Auferstehung Jesu Christi am dritten Tag nach seinem Tod und steht im Mittelpunkt des christlichen Glaubens. In der orthodoxen Kirche wird es nach dem julianischen Kalender im Jahr 2026 am 12. April gefeiert.

Christi Himmelfahrt (14. Mai)

Vierzig Tage nach Ostern wird der Aufnahme Jesu Christi in den Himmel gedacht. Das Fest beendet seine Erscheinungen vor den Jüngern nach der Auferstehung.

Pfingsten (25. Mai)

Fünfzig Tage nach Ostern wird die Herabkunft des Heiligen Geistes auf die Jünger Jesu gefeiert. Das Fest schließt den Osterfestkreis ab.

Fronleichnam (4. Juni)

Das Fest betont die bleibende Gegenwart Christi in der Eucharistie. Es wird häufig mit Prozessionen durch Städte und Gemeinden begangen.
katholisch

Mariä Himmelfahrt (15. August)

An diesem Tag wird der Aufnahme der Gottesmutter in den Himmel gedacht. Das Fest zählt zu den ältesten Marienfeiern des Christentums.
katholisch

Reformationstag (31. Oktober)

Dieser Tag erinnert an den Beginn der Reformation im Jahr 1517 durch Martin Luthers Thesenanschlag in Wittenberg. Er hebt die Entstehung und Eigenständigkeit der evangelischen Kirche hervor.
evangelisch

Allerheiligen (1. November)

An diesem Tag wird aller Heiligen gedacht, die keinen eigenen Gedenktag im Kirchenjahr haben. Er würdigt die Gesamtheit der Heiligen als Vorbilder des Glaubens.
katholisch

Totensonntag (22. November)

An diesem Tag (auch: Ewigkeitssonntag) wird den Verstorbenen gedacht. Es ist der letzte Sonntag im Kirchenjahr.
evangelisch

Advent

Der Advent umfasst vier Sonntage vor Weihnachten zur Vorbereitung auf die Geburt Jesu Christi. Sie markiert zugleich den Beginn des neuen Kirchenjahres.

Nikolaus (6. Dezember)

Das Fest erinnert an den Bischof von Myra, der für seine Hilfsbereitschaft und Fürsorge für Bedürftige bekannt war. Es wird insbesondere im Gedenken an seine historischen Taten begangen.
katholisch

Heiligabend (24. Dezember)

Der Abend vor dem Hochfest der Geburt Christi eröffnet die Weihnachtsfeierlichkeiten. Er gilt als Übergang vom Advent zur Weihnachtszeit. Gottesdienste und feierliche Andachten finden in katholischen und evangelischen Kirchen statt.

Weihnachten (25. und 26. Dezember)

Das Fest feiert die Geburt Jesu Christi in Bethlehem. In orthodoxen Kirchen wird es nach dem julianischen Kalender am 6. oder 7. Januar begangen.